Das Bundesarbeitsgericht hat mit Urteil vom 25.03.2026 – 5 AZR 108/25 eine für die arbeitsrechtliche Vertragsgestaltung äußerst bedeutsame Entscheidung getroffen: Eine formularmäßige Klausel im Arbeitsvertrag, wonach der Arbeitgeber den Arbeitnehmer „bei oder nach Ausspruch einer Kündigung“ einseitig unter Fortzahlung der Vergütung freistellen darf, ist unwirksam. Für Arbeitgeber bedeutet das, dass verbreitete Standardklauseln in Altverträgen rechtlich …weiterlesen
Eigenmächtige Pause = fristlose Kündigung? Was Arbeitgeber und Arbeitnehmer wirklich wissen müssen
Wer eigenmächtig „in die Pause geht“, obwohl der Vorgesetzte das untersagt oder der Zeitpunkt anders festgelegt ist, riskiert arbeitsrechtlich erheblichen Ärger. In der Praxis kommt es häufig zu Eskalationen: Der Arbeitgeber wertet den Pausenantritt als Arbeitsverweigerung, der Arbeitnehmer als „überfällige“ Erholung oder als Ausgleich dafür, dass er zuvor keine Pause nehmen durfte. Ob eine fristlose …weiterlesen
Ist der Anspruch auf Annahmeverzugslohn abdingbar? – Neue Linie des BAG
Die Frage, ob der Anspruch auf Annahmeverzugslohn vertraglich ausgeschlossen werden kann, ist für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer hochrelevant: Im Kündigungsschutzprozess entscheidet sie faktisch darüber, wer das finanzielle Risiko einer (möglicherweise) unwirksamen Kündigung trägt. Arbeitgeber versuchen gelegentlich, dieses Risiko durch arbeitsvertragliche Klauseln zu begrenzen – etwa indem der Vergütungsanspruch für die Zeit nach Ausspruch einer Kündigung ausgeschlossen …weiterlesen
Wenn Arbeitgeber Zweifel an der Krankschreibung haben: Prüfung der Arbeitsunfähigkeit, eAU, Medizinischer Dienst und Kündigungsrisiken
Wenn Arbeitnehmer krankgeschrieben sind, trifft Arbeitgeber regelmäßig ein Spannungsfeld: Einerseits ist die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU/eAU) das zentrale Nachweisinstrument und im Alltag die Grundlage für Entgeltfortzahlung. Andererseits entstehen in der Praxis Konstellationen, in denen das Verhalten des Arbeitnehmers „nicht zur Krankheit passt“ – etwa Reise- und Freizeitaktivitäten, Social-Media-Beiträge, Teilnahme an Lehrgängen oder (besonders brisant) parallele Tätigkeiten bei …weiterlesen
BAG: Sicherheitskontrolle am Flughafen trotz Kopftuch – was das Urteil vom 29.01.2026 (8 AZR 49/25) für Bewerbungen und Arbeitgeber bedeutet
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat mit Urteil vom 29.01.2026 (Az. 8 AZR 49/25) eine für die Praxis sehr relevante Leitentscheidung zum Diskriminierungsschutz im Bewerbungsverfahren getroffen: Eine Tätigkeit als Luftsicherheitsassistentin an der Passagier- und Gepäckkontrolle eines Flughafens darf grundsätzlich auch mit religiösem Kopftuch ausgeübt werden. Wird eine Bewerbung abgelehnt, weil die Bewerberin ein Kopftuch trägt, spricht vieles …weiterlesen
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