Die Frage, ob der Anspruch auf Annahmeverzugslohn vertraglich ausgeschlossen werden kann, ist für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer hochrelevant: Im Kündigungsschutzprozess entscheidet sie faktisch darüber, wer das finanzielle Risiko einer (möglicherweise) unwirksamen Kündigung trägt. Arbeitgeber versuchen gelegentlich, dieses Risiko durch arbeitsvertragliche Klauseln zu begrenzen – etwa indem der Vergütungsanspruch für die Zeit nach Ausspruch einer Kündigung ausgeschlossen …weiterlesen
Wenn Arbeitgeber Zweifel an der Krankschreibung haben: Prüfung der Arbeitsunfähigkeit, eAU, Medizinischer Dienst und Kündigungsrisiken
Wenn Arbeitnehmer krankgeschrieben sind, trifft Arbeitgeber regelmäßig ein Spannungsfeld: Einerseits ist die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU/eAU) das zentrale Nachweisinstrument und im Alltag die Grundlage für Entgeltfortzahlung. Andererseits entstehen in der Praxis Konstellationen, in denen das Verhalten des Arbeitnehmers „nicht zur Krankheit passt“ – etwa Reise- und Freizeitaktivitäten, Social-Media-Beiträge, Teilnahme an Lehrgängen oder (besonders brisant) parallele Tätigkeiten bei …weiterlesen
BAG: Sicherheitskontrolle am Flughafen trotz Kopftuch – was das Urteil vom 29.01.2026 (8 AZR 49/25) für Bewerbungen und Arbeitgeber bedeutet
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat mit Urteil vom 29.01.2026 (Az. 8 AZR 49/25) eine für die Praxis sehr relevante Leitentscheidung zum Diskriminierungsschutz im Bewerbungsverfahren getroffen: Eine Tätigkeit als Luftsicherheitsassistentin an der Passagier- und Gepäckkontrolle eines Flughafens darf grundsätzlich auch mit religiösem Kopftuch ausgeübt werden. Wird eine Bewerbung abgelehnt, weil die Bewerberin ein Kopftuch trägt, spricht vieles …weiterlesen
Pauschale Lohnerhöhung nur bei neuem Arbeitsvertrag? – Warum das häufig gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstößt
Viele Arbeitgeber möchten Arbeitsverträge „vereinheitlichen“ und setzen dabei auf neue Vertragsmuster. In der Praxis wird dann nicht selten eine (an sich) allgemeine Lohnerhöhung daran geknüpft, dass Beschäftigte einen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben. Wer nicht unterschreibt, soll die Erhöhung nicht erhalten. Genau diese Konstellation hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) mit Urteil vom 26.11.2025 (5 AZR 239/24) als unzulässig …weiterlesen
Diskriminierung im Bewerbungsverfahren: Teure Folgen bei Missachtung schwerbehinderter Bewerber
Wer als Arbeitgeber schwerbehinderte Bewerber im Auswahlprozess „übergeht“, riskiert schnell erhebliche Kosten. Der rechtliche Schutz ist im deutschen Arbeitsrecht bewusst streng ausgestaltet: Wird ein Bewerber wegen seiner (Schwer-)Behinderung benachteiligt, drohen Entschädigungsansprüche nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) – teils in empfindlicher Höhe. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Entscheidung des Arbeitsgerichts Mannheim, dass auch Bewerber Mitwirkungspflichten treffen: Der …weiterlesen
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