Inhaltsverzeichnis Der Unterschied zwischen Erbe und Vermächtnisnehmer Warum auch das vermachte Grundstück zunächst dem Erben zufällt Warum der bloße Vermächtnisanspruch nicht genügt Was eine Auflassungsvormerkung ist Wie die Vormerkung in das Grundbuch kommt Kein besonderes Sicherungsinteresse erforderlich Was die Rechtsprechung sagt Warum ein Widerspruch des Erben gegen die einstweilige Verfügung meist keine gute Idee ist …weiterlesen
Ablieferungspflicht versus Vertraulichkeit – wie das Erbrecht die anwaltliche Schweigepflicht „aushebelt“
Wer Mandanten berät, weiß: Das Fundament anwaltlicher Tätigkeit ist Vertrauen. Dieses Vertrauen wird durch die berufsrechtliche Verschwiegenheitspflicht (§ 43a Abs. 2 BRAO) und durch das Strafrecht (§ 203 StGB) abgesichert. Umso größer ist die Irritation, wenn ein Rechtsanwalt verpflichtet wird, ein ihm überlassenes Schriftstück im Original an das Nachlassgericht herauszugeben – selbst dann, wenn der …weiterlesen
Notar haftet für verspätetes notarielles Nachlassverzeichnis – Schadensersatz für Erben bei Verzug
Wer als Erbe mit Pflichtteilsansprüchen konfrontiert ist, sieht sich häufig mit der Aufforderung konfrontiert, ein notarielles Nachlassverzeichnis vorzulegen. Die Erstellung dieses Verzeichnisses ist komplex, zeitaufwendig und in der Praxis nicht selten konfliktträchtig. Verzögert sich die Fertigstellung, drohen dem Erben gerichtliche Schritte – insbesondere eine Stufenklage – mit erheblichen Kostenfolgen. Mit Urteil vom 30.12.2025 (Az. 3 …weiterlesen
Wann ist ein Testament sittenwidrig?
Gesellschaftlicher Wandel, demografische Entwicklung und dogmatische Verschiebungen Deutschland altert. Die Zahl hochbetagter Menschen steigt kontinuierlich, viele leben allein, häufig verwitwet, oftmals mit eingeschränkter Mobilität oder beginnenden kognitiven Beeinträchtigungen. Einsamkeit ist kein Randphänomen mehr, sondern ein strukturelles Problem. In dieser Lebensphase gewinnen externe Bezugspersonen – Pflegekräfte, Handwerker, Nachbarn, Ärzte, Vermögensverwalter oder Berufsbetreuer – erheblich an Bedeutung. …weiterlesen
Eine Geschichte aus der Praxis: Wenn plötzlich nicht mehr viel Zeit bleibt
Frau M. ist 84 Jahre alt, lebt allein und hat keine Kinder. Nach einem Arzttermin steht fest: Die Erkrankung ist nicht heilbar, die verbleibende Zeit ist begrenzt. In den Tagen danach beginnt sie, „alles Wichtige“ zu ordnen: ein Testament, eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung. Doch bei einem weiteren Gespräch im Krankenhaus merkt sie, dass eine …weiterlesen


