Wer als Erbe mit Pflichtteilsansprüchen konfrontiert ist, sieht sich häufig mit der Aufforderung konfrontiert, ein notarielles Nachlassverzeichnis vorzulegen. Die Erstellung dieses Verzeichnisses ist komplex, zeitaufwendig und in der Praxis nicht selten konfliktträchtig. Verzögert sich die Fertigstellung, drohen dem Erben gerichtliche Schritte – insbesondere eine Stufenklage – mit erheblichen Kostenfolgen. Mit Urteil vom 30.12.2025 (Az. 3 …weiterlesen
Wann ist ein Testament sittenwidrig?
Gesellschaftlicher Wandel, demografische Entwicklung und dogmatische Verschiebungen Deutschland altert. Die Zahl hochbetagter Menschen steigt kontinuierlich, viele leben allein, häufig verwitwet, oftmals mit eingeschränkter Mobilität oder beginnenden kognitiven Beeinträchtigungen. Einsamkeit ist kein Randphänomen mehr, sondern ein strukturelles Problem. In dieser Lebensphase gewinnen externe Bezugspersonen – Pflegekräfte, Handwerker, Nachbarn, Ärzte, Vermögensverwalter oder Berufsbetreuer – erheblich an Bedeutung. …weiterlesen
Eine Geschichte aus der Praxis: Wenn plötzlich nicht mehr viel Zeit bleibt
Frau M. ist 84 Jahre alt, lebt allein und hat keine Kinder. Nach einem Arzttermin steht fest: Die Erkrankung ist nicht heilbar, die verbleibende Zeit ist begrenzt. In den Tagen danach beginnt sie, „alles Wichtige“ zu ordnen: ein Testament, eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung. Doch bei einem weiteren Gespräch im Krankenhaus merkt sie, dass eine …weiterlesen
Warum kinderlose Ehepaare ein Testament brauchen – Risiken der gesetzlichen Erbfolge
Viele kinderlose Ehepaare unterliegen dem Irrtum, im Todesfall würde der überlebende Ehepartner automatisch alles erben. Ein Irrtum, der fatale Folgen haben kann. Denn die gesetzliche Erbfolge führt häufig dazu, dass neben dem Ehegatten auch Eltern, Geschwister oder sogar Nichten und Neffen erben. Ohne Testament entsteht dann eine Erbengemeinschaft – mit erheblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken. …weiterlesen
Warum die Aufgabe eines Nießbrauchs steuerlich problematisch sein kann
Der Nießbrauch ist eines der zentralen Gestaltungsinstrumente in der vorweggenommenen Erbfolge. Immobilien werden auf die nächste Generation übertragen, während sich der Übergeber die laufenden Erträge – meist Mieteinnahmen – vorbehält. In der Praxis gilt diese Gestaltung häufig als „steuerlich bewährt“. Weniger im Blick steht jedoch, dass nicht nur die Bestellung, sondern insbesondere die spätere Aufgabe …weiterlesen


