Ist ein Kind behindert, dann versuchen viele Eltern mit einem sog. Behindertentestament Regelungen zu treffen, damit im Falle ihres Ablebens nicht das Sozialamt, sondern das Kind bestmöglich vom Nachlass profitiert. Was aber ist, wenn der Erbfall bereits eingetreten ist, wenn das Testament nicht korrekt nach den Vorgaben der Rechtsprechung zum Behindertentestament formuliert ist und so …weiterlesen
Erhöhter gesetzlicher Erbteil bei Adoption innerhalb eines Verwandtschaftsverhältnisses?
Wird ein Kind von einem Verwandten (hier der Tante) adoptiert, dann kann dies bei Eintritt eines Erbfalls innerhalb der Familie dazu führen, dass das Kind einen doppelten gesetzlichen Erbteil bekommt, nämlich einmal nach seiner leiblichen Mutter und einmal nach seiner Adoptivmutter (OLG Frankfurt am Main, Beschluss vom 15. Dezember 2021, 21 W 170/21).weiterlesen
Anspruch des Pflichtteilsberechtigten auf Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung auch bei notariellem Nachlassverzeichnis?
Das Verhältnis zwischen Erben einerseits und Pflichtteilsberechtigtem andererseits ist oft von Misstrauen geprägt. Dies deshalb, weil die Interessen gegenläufig sind. Während der Erbe gegenüber dem Pflichtteilsberechtigten den Wert des Nachlasses möglichst klein halten möchte, möchte der Pflichtteilsberechtigte dagegen am gesamten Nachlass und dessen Wert partizipieren.der Gesetzgeber hat deshalb in § 2314 Abs. 1 BGB geregelt, …weiterlesen
Wer als Erbe die Erfüllung eines Grundstücksvermächtnisses verzögert, zahlt meistens teures Lehrgeld
Wenn sich zwei streiten, dann freut sich bekanntlich der Dritte. Sind Sie Erbe und im Testament ist ein Grundstücksvermächtnis, sei es als Vorausvermächtnis für einen Miterben, oder einen einfachen Vermächtnisnehmer, vorhanden, dann sollten Sie, wenn diese die Erfüllung des Vermächtnisses verlangt, nicht taktieren. Als Erbe stehen Sie in solchen Fällen regelmäßig mit dem Rücken zur …weiterlesen
Wertermittlungsanspruch des Pflichtteilsberechtigten kann auch nach Veräußerung des Nachlassgegenstandes bestehen
Pflichtteilsberechtigte haben neben den Anspruch auf Auskunft über Bestand und Umfang des Nachlasses grundsätzlich auch einen Wertermittlungsanspruch zu einzelnen Nachlassgegenständen, § 2314 Abs. 1 S. 2 Halbsatz 2 BGB. Dies bedeutet, dass der Erbe auf Kosten des Nachlasses, wenn dies der Pflichtteilsberechtigte verlangt, grundsätzlich ein Wertgutachten einholen muss. Was aber ist, wenn der Nachlassgegenstand nicht …weiterlesen
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