Frau M. ist 84 Jahre alt, lebt allein und hat keine Kinder. Nach einem Arzttermin steht fest: Die Erkrankung ist nicht heilbar, die verbleibende Zeit ist begrenzt. In den Tagen danach beginnt sie, „alles Wichtige“ zu ordnen: ein Testament, eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung. Doch bei einem weiteren Gespräch im Krankenhaus merkt sie, dass eine …weiterlesen
Warum kinderlose Ehepaare ein Testament brauchen – Risiken der gesetzlichen Erbfolge
Viele kinderlose Ehepaare unterliegen dem Irrtum, im Todesfall würde der überlebende Ehepartner automatisch alles erben. Ein Irrtum, der fatale Folgen haben kann. Denn die gesetzliche Erbfolge führt häufig dazu, dass neben dem Ehegatten auch Eltern, Geschwister oder sogar Nichten und Neffen erben. Ohne Testament entsteht dann eine Erbengemeinschaft – mit erheblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken. …weiterlesen
Ist der Anspruch auf Annahmeverzugslohn abdingbar? – Neue Linie des BAG
Die Frage, ob der Anspruch auf Annahmeverzugslohn vertraglich ausgeschlossen werden kann, ist für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer hochrelevant: Im Kündigungsschutzprozess entscheidet sie faktisch darüber, wer das finanzielle Risiko einer (möglicherweise) unwirksamen Kündigung trägt. Arbeitgeber versuchen gelegentlich, dieses Risiko durch arbeitsvertragliche Klauseln zu begrenzen – etwa indem der Vergütungsanspruch für die Zeit nach Ausspruch einer Kündigung ausgeschlossen …weiterlesen
Wenn Arbeitgeber Zweifel an der Krankschreibung haben: Prüfung der Arbeitsunfähigkeit, eAU, Medizinischer Dienst und Kündigungsrisiken
Wenn Arbeitnehmer krankgeschrieben sind, trifft Arbeitgeber regelmäßig ein Spannungsfeld: Einerseits ist die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU/eAU) das zentrale Nachweisinstrument und im Alltag die Grundlage für Entgeltfortzahlung. Andererseits entstehen in der Praxis Konstellationen, in denen das Verhalten des Arbeitnehmers „nicht zur Krankheit passt“ – etwa Reise- und Freizeitaktivitäten, Social-Media-Beiträge, Teilnahme an Lehrgängen oder (besonders brisant) parallele Tätigkeiten bei …weiterlesen
BAG: Sicherheitskontrolle am Flughafen trotz Kopftuch – was das Urteil vom 29.01.2026 (8 AZR 49/25) für Bewerbungen und Arbeitgeber bedeutet
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat mit Urteil vom 29.01.2026 (Az. 8 AZR 49/25) eine für die Praxis sehr relevante Leitentscheidung zum Diskriminierungsschutz im Bewerbungsverfahren getroffen: Eine Tätigkeit als Luftsicherheitsassistentin an der Passagier- und Gepäckkontrolle eines Flughafens darf grundsätzlich auch mit religiösem Kopftuch ausgeübt werden. Wird eine Bewerbung abgelehnt, weil die Bewerberin ein Kopftuch trägt, spricht vieles …weiterlesen


