Viele Erben merken erst nach Ablauf der Ausschlagungsfrist, dass der Nachlass nicht „Vermögen“, sondern ein Schuldenpaket ist. Dann droht die persönliche Haftung – und die Frage lautet: Komme ich da noch heraus? Neben Instrumenten zur Haftungsbegrenzung (z. B. Nachlassinsolvenz) kann in bestimmten Konstellationen auch die Anfechtung der Erbschaftsannahme helfen. Eine aktuelle Entscheidung des LG Frankenthal …weiterlesen
Das vereitelte bedingte Vermächtnis – wenn der Erbe den letzten Willen faktisch aushebelt
In der erbrechtlichen Praxis kommt es immer wieder zu Konstellationen, in denen der Wille des Erblassers zwar klar formuliert ist, seine Umsetzung aber durch das Verhalten des Erben faktisch vereitelt wird. Besonders konfliktträchtig sind dabei sogenannte bedingt oder befristet angeordnete Vermächtnisse, bei denen der Anspruch des Vermächtnisnehmers zwar bereits mit dem ersten Erbfall entsteht, seine …weiterlesen
Kein Schutz des Vertragserben bei umfassender Rücktrittsklausel im Erbvertrag
Erbverträge gelten vielen als „sicherer Hafen“ der Nachlassgestaltung: Wer als Vertragserbe eingesetzt ist, erwartet häufig eine stabile, rechtlich abgesicherte Position. Die Praxis zeigt jedoch, dass dieser Schutz stark vom konkreten Vertragsinhalt abhängt. Enthält der Erbvertrag – oder eine spätere Ergänzung – eine weitreichende Rücktrittsklausel, kann die Bindungswirkung so weit abgeschwächt werden, dass dem Vertragserben gerade …weiterlesen
Können Erben Geschenke an den Bevollmächtigten zurückverlangen?
In der erbrechtlichen Praxis stellt sich immer wieder die Frage, ob Erben Zuwendungen oder angebliche Schenkungen, die der Erblasser zu Lebzeiten an einen Bevollmächtigten gemacht hat, nach dessen Tod zurückverlangen können. Besonders konfliktträchtig sind Konstellationen, in denen ein Bevollmächtigter – häufig ein naher Angehöriger – kurz vor dem Tod des Erblassers größere Geldbeträge abgehoben oder …weiterlesen
Das verspätet aufgefundene Testament – Rechtsfolgen, Steuerwirkungen und aktuelle Rechtsprechung
In der erbrechtlichen Praxis kommt es immer wieder zu Konstellationen, in denen ein Testament nicht unmittelbar nach dem Tod des Erblassers bekannt wird, sondern erst Monate oder sogar Jahre später aufgefunden wird. Ein solches verspätet entdecktes Testament kann erhebliche rechtliche und steuerliche Konsequenzen haben – insbesondere dann, wenn der Nachlass bereits abgewickelt oder die Erbschaftsteuer …weiterlesen
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