Das Rufen der Parole „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ im Betrieb ist eine erhebliche arbeitsvertragliche Pflichtverletzung. Dennoch rechtfertigt eine solche Äußerung nicht in jedem Fall sofort eine fristlose oder auch nur eine ordentliche Kündigung. Das hat das Landesarbeitsgericht Bremen mit Urteil vom 9. Dezember 2025 entschieden. Die Entscheidung des LAG Bremen, Urteil vom 09.12.2025 – …weiterlesen
Dienstwagen versus pfändbares Einkommen: BAG klärt, was Arbeitgeber wissen müssen
Die private Nutzung eines Dienstwagens ist für viele Arbeitnehmer ein attraktiver Vergütungsbestandteil. Für Arbeitgeber kann sie jedoch zu erheblichen finanziellen Risiken führen, wenn der geldwerte Vorteil des Fahrzeugs im Verhältnis zum pfändbaren Arbeitseinkommen zu hoch ist. Das Bundesarbeitsgericht hat mit Urteil vom 25. März 2026 – 5 AZR 38/25 – die Anforderungen deutlich verschärft und …weiterlesen
Warum Arbeitgeber Bewerbungen schwerbehinderter Menschen besonders ernst nehmen sollten
Bewerbungen schwerbehinderter Menschen dürfen im betrieblichen Alltag nicht oberflächlich geprüft, vorschnell aussortiert oder lediglich formal beantwortet werden. Arbeitgeber treffen bereits im Vorfeld einer Einstellung besondere Prüfungs-, Beteiligungs- und Förderpflichten. Werden diese Vorgaben missachtet, kann schon ein objektiver Verfahrensfehler die Vermutung begründen, dass der Bewerber wegen seiner Behinderung benachteiligt wurde. Welche finanziellen Folgen ein nachlässig organisiertes …weiterlesen
Kündigungsschutz und Elternzeit: BAG stärkt Elternrechte bei aufgeteilter Elternzeit
Wer Elternzeit in mehreren Zeitabschnitten in Anspruch nimmt, genießt den besonderen Kündigungsschutz nicht nur vor dem ersten Abschnitt. Der vorwirkende Kündigungsschutz beginnt vielmehr vor jedem einzelnen Elternzeitabschnitt erneut. Das gilt auch dann, wenn sämtliche Zeiträume bereits in einem einzigen Schreiben gegenüber dem Arbeitgeber geltend gemacht wurden. Mit Urteil vom 18. Juni 2026 (2 AZR 213/25) …weiterlesen
Ist die Anrede einer nicht-binären Person als „Herr“ diskriminierend?
Die Frage, ob eine Person durch die Anrede als „Herr“ diskriminiert werden kann, ist rechtlich ernst zu nehmen. Sie betrifft nicht nur gesellschaftliche Fragen der Sprache, sondern unmittelbar das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das Persönlichkeitsrecht und den arbeitsrechtlichen Bewerbungsprozess. Besonders relevant wird dies, wenn eine Person ausdrücklich mitteilt, nicht männlich angesprochen werden zu wollen oder den personenstandsrechtlichen …weiterlesen
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