Wenn Männer und Frauen für vergleichbare Tätigkeiten unterschiedlich bezahlt werden, dann muss dies nicht zwingend eine Geschlechterdiskriminierung sein, sondern kann unterschiedliche Gründe haben. Sowohl der Zeitpunkt der Einstellung als auch das Verhandlungsgeschick des jeweiligen Bewerbers kann beispielsweise maßgeblich die Höhe der Vergütung beeinflussen. Das AG Berlin hat deshalb mit Urteil vom 01.02.2017 (56 Ca 5356/15) …weiterlesen
Ansprüche wegen Benachteiligung aus AGG-Grund nur bei „überwiegender Wahrscheinlichkeit“ einer Diskriminierung
Werden Ansprüche wegen einer behaupteten Diskriminierung nach dem AGG geltend gemacht, dann kann eine auf eine Verletzung des AGG gestützte Klage nur dann erfolgreich sein, wenn eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine Diskriminierung besteht. Dies hat das BAG (8 AZR 736/15) mit Urteil vom 27.01.2017 klar gestellt und ein Urteil des LAG Hessen, in dem ein Arbeitgeber wegen …weiterlesen
Mitarbeiterbewertung auf Facebook durch Kunden des Arbeitgebers ist nur mit Zustimmung des Betriebsrats zulässig
Werbung, aber auch Kommunikation mit den eigenen Kunden, verlagert sich immer mehr ins Internet und damit auch in soziale Netzwerke, wie beispielsweise Facebook. Deshalb unterhalten viele Unternehmen neben einer eigenen Internetseite noch zusätzlich eine Facebook-Seite, um mit ihren Kunden in Dialog zu treten. Der Dialog darf allerdings nicht so weit gehen, dass dem Kunden dort …weiterlesen
Muss Arbeitgeber Steuerschaden für vorzeitig bezahlte Abfindung ersetzen?
Erhält ein Arbeitnehmer für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Abfindung nach den §§ 9, 10 KSchG, dann handelt es sich dabei um Arbeitseinkommen, das nach dem individuellen Steuersatz des Arbeitnehmers zu versteuern ist. Erfolgt also die Beendigung des Arbeitsverhältnisses in zeitlichem Zusammenhang mit dem Jahreswechsel, dann kann durch die Wahl des richtigen Auszahlungszeitpunkt bares Geld …weiterlesen
Direktionsrecht des Arbeitgebers geht Änderungskündigung vor
Aufgrund des Arbeitsvertrags ist der Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber zur Arbeitsleistung verpflichtet. In den meisten Arbeitsverträgen ist die Arbeitsleistung aber nicht näher konkretisiert. Es sind regelmäßig nur Art und Umfang der zu verrichtenden Arbeit geregelt. Eine Konkretisierung der zu erbringenden Arbeitsleistung obliegt deshalb dem Arbeitgeber im Rahmen des sog. Direktionsrechts, § 106 GewO. Danach kann der …weiterlesen
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