Wer als Erbe mit Pflichtteilsansprüchen konfrontiert ist, sieht sich häufig mit der Aufforderung konfrontiert, ein notarielles Nachlassverzeichnis vorzulegen. Die Erstellung dieses Verzeichnisses ist komplex, zeitaufwendig und in der Praxis nicht selten konfliktträchtig. Verzögert sich die Fertigstellung, drohen dem Erben gerichtliche Schritte – insbesondere eine Stufenklage – mit erheblichen Kostenfolgen. Mit Urteil vom 30.12.2025 (Az. 3 …weiterlesen
Haftung für fremde Fehler? Wann Handwerker für Mängel von Drittunternehmen geradestehen müssen
Es ist das Schreckensszenario für jeden Bauherrn und Hausbesitzer: Eine Sanierung wurde gerade erst abgeschlossen, doch kurz darauf zeigen sich erneut Schäden. Tritt Feuchtigkeit ein oder hält eine neue Konstruktion nicht stand, stellt sich sofort die brennende Frage der Haftung. Besonders brisant wird es, wenn der aktuelle Handwerker behauptet, seine Arbeit sei tadellos und das …weiterlesen
Eigenmächtige Pause = fristlose Kündigung? Was Arbeitgeber und Arbeitnehmer wirklich wissen müssen
Wer eigenmächtig „in die Pause geht“, obwohl der Vorgesetzte das untersagt oder der Zeitpunkt anders festgelegt ist, riskiert arbeitsrechtlich erheblichen Ärger. In der Praxis kommt es häufig zu Eskalationen: Der Arbeitgeber wertet den Pausenantritt als Arbeitsverweigerung, der Arbeitnehmer als „überfällige“ Erholung oder als Ausgleich dafür, dass er zuvor keine Pause nehmen durfte. Ob eine fristlose …weiterlesen
Wann ist ein Testament sittenwidrig?
Gesellschaftlicher Wandel, demografische Entwicklung und dogmatische Verschiebungen Deutschland altert. Die Zahl hochbetagter Menschen steigt kontinuierlich, viele leben allein, häufig verwitwet, oftmals mit eingeschränkter Mobilität oder beginnenden kognitiven Beeinträchtigungen. Einsamkeit ist kein Randphänomen mehr, sondern ein strukturelles Problem. In dieser Lebensphase gewinnen externe Bezugspersonen – Pflegekräfte, Handwerker, Nachbarn, Ärzte, Vermögensverwalter oder Berufsbetreuer – erheblich an Bedeutung. …weiterlesen
Eine Geschichte aus der Praxis: Wenn plötzlich nicht mehr viel Zeit bleibt
Frau M. ist 84 Jahre alt, lebt allein und hat keine Kinder. Nach einem Arzttermin steht fest: Die Erkrankung ist nicht heilbar, die verbleibende Zeit ist begrenzt. In den Tagen danach beginnt sie, „alles Wichtige“ zu ordnen: ein Testament, eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung. Doch bei einem weiteren Gespräch im Krankenhaus merkt sie, dass eine …weiterlesen


