In einem aufsehenerregenden Fall hat das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz (Urteil vom 27.03.2025 – 2 SLa 253/24) einen Lkw-Fahrer bestätigt, der zwar zunächst vor dem Arbeitsgericht Kaiserslautern eine Zahlung für 572 Überstunden erstritten hatte, seinen Arbeitsplatz am Ende jedoch aufgrund einer Prozesslüge verlor. Der Beitrag beleuchtet den Sachverhalt, die Anspruchsgrundlagen für Überstunden, die Pflicht zur Rücksichtnahme aus § 241 Abs. 2 BGB sowie …weiterlesen
Streit um Leistungsprämien – wann haben Arbeitnehmer einen Anspruch?
Variable Vergütungsbestandteile – etwa Prämien, Boni, Provisionen oder Leistungszulagen – sind in vielen Unternehmen ein fester Bestandteil moderner Vergütungsmodelle. Sie sollen Leistung honorieren und Motivation steigern, führen aber häufig zu Auseinandersetzungen, wenn Ziele unklar, verspätet oder einseitig geändert werden. Ein aktuelles Urteil des Landesarbeitsgerichts Köln vom 20. März 2025 (Az. 8 SLa 309/24) zeigt, dass …weiterlesen
Unberechtigte Videoüberwachung: Wenn der Arbeitgeber teuer dafür zahlt
Moderne Überwachungstechnik ist leistungsfähig und günstig – rechtlich aber strikt begrenzt. Eine flächendeckende oder dauerhafte Videoüberwachung von Beschäftigten greift tief in deren Persönlichkeitsrechte ein. Das Landesarbeitsgericht Hamm (Urteil vom 28.05.2025, Az. 18 SLa 959/24) hat einem Arbeitnehmer 15.000 Euro Geldentschädigung zugesprochen, weil er über fast zwei Jahre nahezu lückenlos überwacht wurde. Der Fall zeigt: Unberechtigte Videoüberwachung …weiterlesen
Wann ist die widerrufliche Übertragung einer Zusatzfunktion eine unwiderrufliche Beförderung?
Im Arbeitsrecht gibt es häufig Zusatzfunktionen: Ein Arbeitnehmer wird zusätzlich zu seiner bisherigen Tätigkeit mit neuen Aufgaben betraut – etwa als „Teamleiter/in“, „Supervisor“, „Qualitätsbeauftragte/r“ etc. Häufig wird eine solche Zusatzfunktion mit einer Widerrufsklausel versehen – der Arbeitgeber behält sich vor, diese Zusatzfunktion oder Funktionserfüllung zurückzunehmen. Doch wann handelt es sich nicht bloß um eine Zusatzfunktion …weiterlesen
Anzügliche Nachrichten vom Chef: Wann sexuelle Belästigung zur Rekordabfindung führt
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist kein Kavaliersdelikt – und kann Unternehmen teuer zu stehen kommen. Das verdeutlicht eine aktuelle Entscheidung des Landesarbeitsgerichts (LAG) Köln vom 9. Juli 2025 (Az. 4 SLa 97/25). Eine langjährige Mitarbeiterin hatte sich gegen eine Flut an sexuell konnotierten WhatsApp-Nachrichten, verbale Erniedrigungen und schließlich gegen eine Kündigung zur Wehr gesetzt – …weiterlesen


